Vollzeit Schreiben: Traum oder Albtraum?

Bevor ich mich im Sommer 2018 als Autorin selbstständig gemacht habe, habe ich oft nach Erfahrungsberichten zum Thema Vollzeit Schreiben gesucht, um mich ein bisschen besser darauf vorzubereiten. Gefunden habe ich meist nur englischsprachige Blogs. Einige waren ermunternd, andere eher warnend. Heute möchte ich meinen eigenen daruntermischen, und vielleicht kann der eine oder andere ja etwas für sich daraus gewinnen.

Mach mal Pause! Auch Autoren können ausbrennen

Wer selbstständig ist, arbeitet selbst und ständig. Diese Weisheit habe ich zum ersten Mal von meiner Mutter gehört und sie trifft absolut zu. Man sollte meinen, wenn man das tut, was man liebt, dann sei das kein Problem, denn ständig etwas zu tun, das man liebt, kann ja nicht anstrengend oder zu viel sein … und da liegt der Denkfehler.

Gründungszuschuss für die Selbstständigkeit als Autorin

Weil ich oft mitbekomme, dass viele Schreibende gar nicht wissen, dass es den Gründungszuschuss gibt, bzw. dass sie ihn auch für eine künstlerische Tätigkeit beantragen können, dachte ich, ich befasse mich damit mal genauer auf meinem Blog. 

3 Erkenntnisse aus meinen ersten 60 Tagen als selbstständige Autorin

Ich hatte schon vor meiner Selbstständigkeit eine feste Schreibroutine. Ich habe (fast) jeden Tag vor oder nach der Arbeit (oder während der Mittagspause) geschrieben und an den Wochenenden manchmal richtige Schreibwochenenden eingelegt. Dahingehend fiel es mir nicht so schwer, mich jetzt regelmäßig hinzusetzen und zu tippen … 

Der erste Schritt zur Gründung

Als mir klar wurde, dass ich auf lange Sicht auf jeden Fall Vollzeit schreiben möchte, habe ich angefangen, mich über mögliche Förderungen zu informieren, denn aller Anfang ist bekanntlich schwer. Besonders finanziell … Für Menschen, die sich selbstständig machen wollen, gibt es den sogenannten Gründungszuschuss. Der ist allerdings nur eine Kann-Leistung. Die ersten zwei Mini-Schritte habe ich nun hinter mir.

Wie, du hast gekündigt?

Als Kinder haben wir uns in die Poesie-Alben geschrieben, wie wichtig es ist, an Träumen festzuhalten. Aber wenn man sich dann als Erwachsener dafür entscheidet, das tatsächlich zu tun, ist es auf einmal nicht mehr so einfach. Vor den Reaktionen auf mein „Outing“ hatte ich Angst. Nicht davor, als Träumer abgestempelt oder belacht zu werden – damit kann ich umgehen. Ich hatte Angst, dass die Menschen, die mir am wichtigsten sind, versuchen würden, mir meine Entscheidung auszureden, oder mir ein schlechtes Gewissen zu einzureden.

Der Sprung ins kalte Wasser

Als ich acht war, habe ich beschlossen, Schriftstellerin zu werden. Dann war ich mit der Schule fertig und wurde Bürokauffrau. Jetzt bin ich Dreißig – ich schätze mal spätestens jetzt bin ich das, was ich damals mit „wenn ich mal groß bin“, gemeint habe.

Das Dschinnuskript ist da!

Neben einem Arbeitstitel bekommen meine Projekte immer auch einen inoffiziellen Spitznamen von mir. Mein NaNoWriMo Projekt 2016 hieß zuerst ganz schmalzig „Herzenswünsche“ dann „Das Lächeln eines Dschinns“ und jetzt ganz offiziell „Gitarrengeist“ – für mich war es aber immer mein „Dschinnuskript“. Jetzt ist es erschienen, fast genau einen Monat vor dem nächsten NaNoWriMo.